Sonntag, 30. März 2014

Ende März Nachricht

Uns geht es nach wie vor gut. Wir erfreuen uns guter Gesundheit, übrigens alle unsere anderen Freiwilligen auch, und können unseren täglichen Aufgaben mit Tatkraft nachgehen.
Unser Bauteam ist gegenwärtig in 5 Gruppen aufgeteilt:
1. Mauern und Betonieren
2. Fliesen legen
3. Moskitorahmen erstellen und einbauen (zwischen Mauerwerk und Dach)
4. Metallarbeiten
5. Verputzarbeiten
So gehen die Arbeiten voran. Überraschender Weise gibt es überall noch viele kleine Dinge zu tun, an Stellen, von denen wir denken, jetzt sei alles fertig. Aber so ist es scheinbar beim Bauen: Man wird nie fertig. Doch irgendwann sollen die Häuser aber fertig werden. 
Wir haben noch 4 Wochen Zeit, dann am 1. Mai kommt unsere Abreise.

Mittwoch, 19. März 2014

Bilder Ca-Ira

                         Der Container aus Deutschland wird ausgeladen....hier die Betten
               Puppen-Mamas u. -Papas spielen unter dem Wasserbehälter der Filteranlage
                                     Der Weg im Boys-Dorm-Innengarten wird fertig gestellt
                               unsere Freiwilligen probieren ein Zimmer im Girls-Dorm aus
                                  Die "letzte" Ecke am Girls Dorm wird verputzt...Juhu...
                                                            Wousslet der Fußballstar
                                         unsere Mädchen spielen so gerne mit den Puppen

                                            und mit den Puppenmöbeln aus Enkenbach, die Jungs aber auch...
 Erholung am Strand in Gran Goave, traumhaft...
 und noch einmal die Puppenmöbel.......


 




Dienstag, 18. März 2014

haitianische Hochzeit

Vergangenen Sonntag waren wir zur Hochzeit einer unserer Bauarbeiter eingeladen. Sie fand um 18.00 Uhr in Leogane in einer Schule im 1. Stock statt, die auch für Gottesdienste einer "Eglise de L`Alliance Chretienne" benutzt wird. Da das ganzer Gebäude eine einzige Baustelle ist, hätten wir diese "Kirche" nur sehr schwer gefunden, wenn wir nicht unterwegs eine Anhalterin mitgenommen hätten, die zufällig auch zur Hochzeit wollte. Pünktlich um 18.00 Uhr eröffnete der Confroncier die Feierlichkeiten und stellte die Mitwirkenden vor. Das waren 2 Pastoren und weitere Personen, die in den Gottesdienstraum einzogen und vorne Platz nahmen. Es dauerte eine Weile, dann bewegte sich eine in weiß (Hochzeitskleid) gekleidete Frau tänzelnd, begleitet von Musik, von hinten nach vorne, wo sie Platz nahm. Ihr folgten "Princes und Princesses", danach zwei Kinder als "Les Petits Maries", gekleidet wie ein Hochzeitspaar, und dann "Roi und Reine" (König und Königin). Außer den beiden Kleinen zogen die anderen beiden Paare ebenfalls anmutig tanzend ein. Es war ein tolles Schauspiel. Alle waren super schick in weißer Hochzeitskleidung angezogen, weiße Handschuhe, Krönchen im Haar, etc. Dann wurde die Braut von ihrem Bruder hereingeführt und plötzlich war der Bräutigam auch da, ohne dass wir seinen Einzug wahrnahmen. Bald folgte das "Ja-Wort" (oui pasteur) der Beiden, die übrigens schon seit zwei Jahren zusammen sind und zwei Kinder haben. Nach Liedvorträgen sprachen sie ihr jeweiliges Trauversprechen und wiederum nach Ansprachen und Liedvorträgen steckten sie sich gegenseitig die Ringe an, wozu zuerst der entsprechende weiße Handschuh ausgezogen werden musste. Die Predigt, Texte und Lieder rundeten den Gottesdienst ab, der nach ca. zwei Stunden zu Ende ging.
Der Prunk, was die Kleider betrifft, von den Schuhen bis zur Frisur, ist schon umwerfend. Zum Gottesdienst kommen die Leute ja schon in bester Garderobe, doch bei dieser Hochzeit fand noch eine Steigerung statt. Dies im Gegensatz zu den sonstigen Verhältnissen, in denen die Menschen leben.
Anschließend fuhren wir zum einfachen, gemieteten Holzhaus mit drei Räumen des Paares/der Familie, wo wir im Garten inmitten eines Bananenhaines bei dröhnender Musik auf mitgebrachten Stühlen Platz nahmen. Irgendwann gab der Generator seinen Geist auf und es wurde still, welch eine Wohltat. Auch wenn der Mond wegen Wolken nicht zu sehen war, war es doch so hell, dass man einigermaßen sehen konnte. Als Essen bekamen wir Reis mit Gemüse und eine Falsche Cola serviert. So langsam verabschiedeten sich die Gäste und auch wir traten so um 22.00 Uhr die Heimfahrt an. Es war ja schließlich Sonntagabend und am Montag hieß es wieder früh aufstehen.

Montag, 17. März 2014

kreative Kinder

Die Kreativität der Kinder überrascht uns immer wieder. Zur Zeit sind einige beim Drachenbasteln und fliegen lassen. Aus alten, verdorrten Palmplättern brechen sie die harten Rippenteile heraus und basteln damit ihre sechs-bis achteckigen Drachen, die sie mit Plastik beziehen. Die Schnüre dazu gewinnen sie aus alten Reissäcken, die sie einfach auftröseln. Für die lange Schnur zum Drachenfliegen knoten sie so viele Stücke zusammen, wie sie wollen, bzw. irgendwann hat das seine Grenzen, denn wenn die Schnur zu schwer wird, steigt der Drachen nicht. Nachmittags, nach der Schule und den Hausaufgaben müssen wir immer wieder über oder unter tieffliegenden  Schnüren hinwegsteigen.

Ergehen und Gesundheit

Wir sind froh und dankbar, dass es uns nach wie vor gut geht und wir bisher gesund geblieben sind.
So können wir jeden Tag unseren Aufgaben nachgehen. Allerdings nehmen jetzt die Regenfälle und die Temperaturen zu und es wird schwüler. Damit verbunden gibt es auch mehr Moskitos, welche uns vermehrt plagen.

Fortgang der Arbeiten

Mit den Betten, Matratzen und Kleinmöbeln, die mit dem Container aus Deutschland kamen,  haben wir schon einige Zimmer im Wohnhaus der Mädchen eingerichtet. Weitere folgen. In dieser Woche wird mit dem Fliesen der Böden begonnen werden.
Im Wohnhaus der Jungen werden morgen die Dusch- und Toilettenräume fertig gefliest sein. Danach geht es an die Installation der Duschen, Waschbecken und Toiletten. An der Außenfassade müssen betonierte Fensterumrandungen verputzt werden und die Moskitorahmen hergestellt werden, die zwischen Mauerwerk und Dach eingebaut werden.
Mit dem nächsten Container kommen noch mehr Bodenfliesen und weitere Betten. Die Arbeit geht weiter. Der Einzug naht.